Tag Archive for 'Damals wie Heute'

Windowshopping

Wie ein riesiges Schaufenster eines Spielzeuggeschäfts
kommt mir mein Leben vor, völlig überwältigend
ist die Auswahl.

Wie ein kleines Kind, das vor der Auslage steht
komme ich mir vor – völlig überwältigt
von den Möglichkeiten.

Ich komme zu keinem Schluss und zu keiner Entscheidung
kein “Ja, ja! – Genau das ist es, was ich will”.
Und ich bleibe draußen, schaue Schaufenster,
auf alle Möglichkeiten die noch offen stehen.

Das Problem
ist natürlich – je länger ich draußen schaue
und nicht entscheide, was zuerst,
desto weniger Zeit bleibt zum Spielen – womit auch immer – übrig.

Go play, stupid!

mini lessons learned

1
rather do things as good as you can
than do things while trying to be as good as somebody else

~

2
whatever is on your mind – write it down. as often as possible

~

3
try getting back your inner-childs view of things
as in 1 + enjoy it

Kindheitstraum

Angrenzend an das Wohnhaus in dem ich aufwuchs befindet sich ein kleiner, noch relativ junger Wald. Erzählungen zufolge – wer hat das eigentlich erzählt? – stand dort früher eine Villa, der Wald war wohl ein Garten. Quasi als Beweis ihrer ehemaligen Existenz stehen (teilweise) noch alte Grundstücksmauern, einige alte Bäume im ansonsten jungen Wald die die (vermutete) Grünfläche bevölkerten. Laut meiner Mutter sind einige der Bäume auch keine heimischen – ein botanischer Garten? Spricht für gehobenere Gesellschaft – spricht für Villa.

Doch das spannendste ist mit Sicherheit der alte Keller. Vermutlich Keller. Naturgemäß unter der Erde, wäre er vielleicht nie jemandem aufgefallen. Doch an einigen Stellen ist die Erde soweit abgetragen, dass Querbalken hervorsehen. Diese Deckenverstrebungen sind aus Beton, vielleicht ein Luftschutzbunker – 2. Weltkrieg? Die fast kreisrunden Löcher, an denen Teile des Kellers zum Vorschein kommen, könnten Bombenkrater sein – sind allerdings etwas zu klein dafür, denke ich.

Schon früher, als der Wald noch unser Spielplatz war, oder mehr Baugrund für unsere Baumhäuser, übte der Keller eine gewisse Anziehung auf mich aus. Ich war mir schon immer sicher: Da ist ein Schatz, unter der Erde, zum Greifen nahe.

Und wiedereinmal ist es ein verlockender Gedanke, den Weg freizugraben und hinabzusteigen…

Abenteuer pur!

Von früher

Ich fühl mich heut
wie letztes Jahr – der Winter hat mich überrascht.
Es riecht nach Schmerzen – der Winter
hat mich eingeholt, laufen ist sinnlos.