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Jazzige Rumänen

Folgendes hat sich in der U4 zugetragen.

Unlängst.

Ungefähr fast so:

Die, (vermutlich) allseits bekannten, U-Bahn Musiker – ausgerüstet mit Geige, Ziehharmonika und Verstärker betreten die Szene. Man weiß, es folgt eine musikalische Einlage mit Balkan-Klängen. Nicht so dieses Mal, es ertönt jazzige Hingergrund (Fahrstuhl) -musik. Nicht wirklich penetrant, eigentlich ganz nett zu hören.

Ein weiblicher Fahrgast drängt sich durch die Menge, laut (fast penetrant) mobiltelefonierend. Ich nehme das von ihr Gesagte ungefähr ab “…jaaa, ich muss ganz hinten aussteigen, und da sind schon wieder diese Rumänen, du weißt schon, die immer Musik machen…” wahr.
Ihr missfälliger Unterton ist wirklich nicht zu überhören.

Und ich habe mit dem Gedanken gespielt ihr zu sagen: “Seien Sie doch ruhig, ich will die Musik hören. (Sie blöde Kuh)”.
Letzteres hätte ich mir natürlich nur gedacht, hätte ich etwas gesagt.

Kampf II

Der Kurier, ja diesmal einer der auf dem Fahrrad sitzenden Sorte – nicht die Zeitung – schlägt zurück. Der geneigte Leser erinnert sich, oder frischt sein Gedächtnis auf.

“Die sollen sich doch ihren Scheiß selber abholen!”, flucht er während wir beide im Aufzug stehen. Unterstützt wird seine Aussage durch ein grimmiges Lächeln, in einer Art und Weise, die keinen Zweifel am Ernst seiner Aussage lassen.

Dritter Stock. Der Bote steigt aus, und wünscht mir noch einen schönen Tag, ich fahre weiter in den Fünften.

maschu

Sollte man je in die Verlegenheit kommen, sich am Schwedenplatz (genauer: Rabensteig) zu befinden, oder auch in der Neubaugasse / Ecke Lindengasse, dann:

kann kein Weg vorbeiführen am ‘maschu maschu  The Best Falafel In Town.’

So viel Werbung muss sein.
(Ach ja, es geht hier ums Essen. Falls das nicht klar war.)

random II

One

All those empty notebooks
how useless they are
if you have no idea
on how to fill them
with lore and love.

˜

Two

Wir hatten Angst wir wären schizophren,
doch alles was wir sind ist Kaiser.

˜

Three

Alles was ich dir nicht sagen kann
muss ich schreiben,
in meinem Kopf singen,
irgendwie zum Ausdruck bringen.

˜

I'd probably look something like this…

(… if I were print)

*update 2008-01-07: typo_sugarfree_2_kl.pdf [pdf 244kb] for your reading pleasure

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Wirres

Es ist alles ziemlich wirr, weil es zu viele neue Leute gibt, weil Alte kündigen, weil alles wirr ist.

Kindheitstraum

Angrenzend an das Wohnhaus in dem ich aufwuchs befindet sich ein kleiner, noch relativ junger Wald. Erzählungen zufolge – wer hat das eigentlich erzählt? – stand dort früher eine Villa, der Wald war wohl ein Garten. Quasi als Beweis ihrer ehemaligen Existenz stehen (teilweise) noch alte Grundstücksmauern, einige alte Bäume im ansonsten jungen Wald die die (vermutete) Grünfläche bevölkerten. Laut meiner Mutter sind einige der Bäume auch keine heimischen – ein botanischer Garten? Spricht für gehobenere Gesellschaft – spricht für Villa.

Doch das spannendste ist mit Sicherheit der alte Keller. Vermutlich Keller. Naturgemäß unter der Erde, wäre er vielleicht nie jemandem aufgefallen. Doch an einigen Stellen ist die Erde soweit abgetragen, dass Querbalken hervorsehen. Diese Deckenverstrebungen sind aus Beton, vielleicht ein Luftschutzbunker – 2. Weltkrieg? Die fast kreisrunden Löcher, an denen Teile des Kellers zum Vorschein kommen, könnten Bombenkrater sein – sind allerdings etwas zu klein dafür, denke ich.

Schon früher, als der Wald noch unser Spielplatz war, oder mehr Baugrund für unsere Baumhäuser, übte der Keller eine gewisse Anziehung auf mich aus. Ich war mir schon immer sicher: Da ist ein Schatz, unter der Erde, zum Greifen nahe.

Und wiedereinmal ist es ein verlockender Gedanke, den Weg freizugraben und hinabzusteigen…

Abenteuer pur!

Ein Haufen

Ein Haufen von selbstverliebten, endlos von sich selbst überzeugten, cholerischen Arschlöchern. – Die, die was zu sagen haben.

Kampf

Der Mann, mir gegenüber sitzend, kämpft. Mit dem Kurier. Nein, nicht mit einem armen Angestellten einer Botenfirma, sondern der Tageszeitung. Sich sichtlich beengt fühlend, hantiert er mit den vielen Papierlagen.

Wir befinden uns in einem Viererabteil der Wiener U-Bahn. Ein relativ voller Waggon, alle Sitzplätze sind besetzt. Einige Leute stehen außerdem. Vermutlich sich ärgernd über andere Leute, die mit Taschen, Rucksätzen und Sackerln freie Sitzplätze belegen.

Der Mann, noch immer sehr damit beschäftigt gegen seine Zeitung zu gewinnen, sieht auf. Vermutlich um sich zu vergewissern, nicht von jemandem amüsiert beobachtet zu werden.

Die U-Bahn, es ist früher Vormittag, verlässt sowohl die Station, als auch den Untergrund. Sonnenstrahlen fallen ein und blenden jene unglücklichen Fahrgäste, die nur noch Plätze auf der rechten Seite des Waggons ergattert haben. Es wird heiß.

Endlich und etwas erschöpft, außerdem leicht verschwitzt (er sitzt auf der rechten Seite des Waggons) beginnt der Mann seine Zeitung zu studieren. Sichtlich voller Vorfreude begutachtet er die Titelseite. Fünf Sekunden später, er ist an seinem Reiseziel angelangt, steht der Zeitungsleser auf und bewegt sich in Richtung Ausgang. (Dass er dabei natürlich noch über ihm in den Weg gestellte Füße stolpert, sei noch nebenbei erwähnt.)

Viel gelesen hat er ja nicht gerade.

Die U-Bahn fährt trotzdem noch.

Unterm Strich

  1. Unterm Strich – würde man ihn am Ende des Tages ziehen – steht immer noch :”Hilf dir selbst, sonst tut’s keiner…”. Das ist leider traurig. Nein, Realität. Es ist traurige Realität. Deshalb traurig, weil wenig so ist, wie man sich’s gerne vorstellt. Natürlich macht das das Leben spannend, lebenswert, und überhaupt viel besser. Ginge es aber nach mir, kann man sich solche Aussagen getrost sparen. Leider geht’s nicht nach mir, alles was übrig bleibt, ist ein kindisches “ICH WILL ABER, DASS…!“.
  2. Es sind prinzipiell immer alle vollkommen ausgelastet, überarbeitet und die ärmsten Schweine. Ich will sie trotzdem irgendwie nicht bemitleiden. Sich anjammern lassen zu müssen ist eines der mühsamsten Dinge. Danke, reicht schon wieder! (!!!!!!!!) Wirklich, es reicht. Erzähl’s deiner Oma!